Allmähliche Zerkrümelung#Claws of Saurtopia


Morgen um 8 bei RAdio Blau: Allmähliche Zerkrümelung – Sendung für Literatür, Comics und Bier, aber auch KRach…

Wir hören zerkratzte Krachschallplatten aus 10 Jahren Claws Of Saurtopia (Noisefest bzw. weird music festival), denn die Ausgabe 2019 (Claws of Saurtopia Noisefest #7) nähert sich (am Freitag, 14.6.) an…wie immer im Leipziger Süden…mit wohlinformierten Gästen…im Programm von Radio Blau ((www.radioblau.de)) und zu hören auf 99,2 oder ((http://radioblau.hoerradar.de/radioblau))…

Zehn Jahre liegt die erste Ausgabe dieses Fests der unkonventionellen Klänge nun schon zurück. Eine gute Gelegenheit sich mal zu erinnern an die obskurantischsten Auftritte der surrealsten Lärmwände und Kracheinfälle, die da in bislang sieben Ausgaben Claws of Saurtopia zu hören waren. In der Ausgabe 2009 habe ich das erste Mal Dure-Mere gesehen in Leipzig, Don Vito als örtliche Avantgarde und zum wiederholten Male die absoluten Vorreiter des Lärmkrachs im Zwangsjackenoutfit (zumindest auf Leipziger Bühnen), Ned aus Lyon… bei der zweiten Ausgabe 2010 dann erinnere ich mich an Mr. Marcaille, die charmanten Fast Arbeit Babies…Übergänge zum Lo-Fi-Songwritertum und ein harmonisches Nebeneinander von rüchtügem Krach (Anti-Hairball und die grossartigen No God aus Kopenhagen) und dem typischen mathematisch-jazzig-repetitiven Akkordgewimmel (Le Singe Blanc)…In der dritten Ausgabe Captain Trunk auf halber Treppe (falls ich mich recht erinnere)…Killer aufm Fussboden…

2012 ebenfalls ein guter Jahrgang mit Meurtre, Ovo und Mur(s), Trouble vs Glue und Peter James Taylor mit Gästen in Anküpfung an Glenn Branca’sche Gitarrenwände…Besonders in Erinnerung geblieben vielleicht die Kurws aus Wroclaw mit spontan dazugestossenem Saxophon…als letzte Band am Samstag. 2013 dann die grossartigen Guili Guili Gulag mit Harfe…mein Favorit tatsächlich Teledetente 666 mit irgendwie melancholischem Düsterkrach aus Finsterwalde (äh Strassbourg glaub ich)…auch sehr sympathisch: Besoin Dead..wie überhaupt es sich mit Erinnerungen an Exkursionen in die französische Noise-Provinz überlappt…Dann die kreative Pause von 2014 bis 2017…2018 dann bei Ausgabe 6 nochmal alte Bekannte (Peter JAmes Taylor vom Action Beat, Deux Boules Vanille)…und grossartige neue Entdeckungen…Dame Area…Chryste Panie aus Polen…

Und nun zum siebten Mal im zehnten Jahr…bislang mir bekannte Höhepunkte des Krachgeschehens:
Dresche


Trrrma aus Süditalien, die inzwischen in immer experimentellere elektronische Wellenformen und Beats vordringen…ebenfalls in phantastische Klangbildgefilde dringen Takkiduda aus Japan hinein…wie überhaupt der ein oder andere krach mit hilfe modernster komputertechnik generiert wird, Carl Cock…C_C aus Belgien etwa…aber auch das etwas südlich gelegene Amiens in Frankreich ist zugegen in Form einer alten Bekannten (Claire von HEadwar)…Me Donner, mit dem sehr schönen Lied UNE TRÈS JEUNE ET TRÈS VIEILLE ET TRÈS SOURIANTE FEMME FATIGUÉE…dann wären da noch COCAINE PISS aus Liège in Belgien (Annäherung an queeren Noisepunk) + JOEY MOLINARO (Dystopische Gedanken, zuletzt ein politisches Konzeptalbum angelehnt an Black Metal-Ästhetik nur mit Geige) + VORDEMFALL (Experimenteller Rock in opposition, Berlin) + STAXL OLL (einheimische Experimente), ALFA RET (Elektrischer Krach aus Cordoba), LONKER SEE (Psych Jazz aus Gdynia), YANN GOURDON (Drone Folk aus Bordeaux), SSMMÜTT (Psych Noise aus Dublin) und DUCHAMP (Orgel Drone, Berlin).…





und noch als hidden bonusdreck eine dead moon-referenz

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