Empfohlene Lesungen 14.-18. März 2018….it’s not (book)fair…

zu den tagen
Mittwoch // Donnerstag // Freitag // Samstag // Sonntag

Dienstag, 13.03.2018
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Die Rackets und die Souveränität
13.03.2018 | Einlass: 18:30 Uhr, Beginn: 19:00 Uhr
Thorsten Fuchshuber (Brüssel) Nimrods Erben – Zur Aktualität von Max Horkheimers Rackettheorie.
Mit Gerhard Scheit (Wien), David Hellbrück (Wien)
Ça ira-Verlag (Wien)
Der Bezug auf die Racket-Theorie von Max Horkheimer erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Doch so polemisch-schillernd die Rede vom Racket einen Sachverhalt scheinbar zu erhellen vermag, so unbestimmt bleibt der Begriff nicht selten innerhalb des Kontextes, indem er platziert ist: die Mafia, die Gewerkschaft, der „Islamische Staat“, das „System Putin“, selbst ein einzelnes Individuum kann demzufolge ein Racket sein. Gar nicht so unklug, Lesungen zur Buchmesse auf den Dienstag zu legen.
Ort:
Conne Island | Coburger Str.3, 04277, Leipzig (Connewitz)


Mittwoch, 14.3.2018

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Meinungsfreiheit nutzen, Rechten widersprechen! – Kundgebung zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse
Mittwoch, 14.3.2018 | 17.30 Uhr | https://verlagegegenrechts.com/
Verlage gegen Rechts
„Wir treten für die Teilhabe möglichst vieler Menschen an Literatur, Kultur und Bildung ein. Dabei spielt es keine Rolle, welche Herkunft, Sprache, sexuelle Identität und Orientierung oder Religion jemand hat. Wir wehren uns gegen die Ausgrenzung von Menschen aus diesen Gründen in jeder Form – politisch, sozial oder kulturell.“ Niemand möchte mit Rechten reden, denn sie sind langweilig, immer klagen sie nur, dass sie nicht reden dürfen und dann reden sie die ganze Zeit. (und dann noch immer dasselbe)
Ort: Augustusplatz 15, 04109 Leipzig (Am Mendebrunnen)

Lyrikbuchhandlung Mittwochslesungen
14. März 2018 | 20:00

Martina Hefter: Es könnte auch schön werden (solange wir unser stück schnee verteidigen)

Fünf Stunden neue Lyrik. Jedes Jahr wieder, beginnend mit grossteils einheimischen Gedüchten. Am Freitag dann mehr internationales. Letztes Jahr haben mir Özlem Özgül Dündar und Martina Hefter (siehe Besprechung in der Zeit, unter dem Bild) besonders gefallen und die haben auch nun neue Gedichtbändchen dabei.Lesungen in der Lyrikbuchhandlung mit Johanna Schwering, Tobias Roth,Özlem Özgül Dündar, Jonis Hartmann, Paul-Henri Campbell, Niklas Bardeli, Bernd Lüttgerding, Martina Hefter, Martina Lisa, DiRK Tim Holland/Jan Kuhlbrodt, Dirk-Uwe Hansen, Bertram Reinecke, Frauke Beyer, Nico Feiden
Ort:
Kunstraum D21 | Lyrikbuchhandlung Demmeringstr. 21, 04177, Leipzig (West)


Donnerstag, 15.3.2018

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Romania
15. März 2018 | 12:00 – 12:30 Uhr
David Wagner
Verbrecher Verlag
David Wagner bildet mit Stefan Agopian zusammen sozusagen das rumänisch-deutsche Doppel im Verbrecher-Verlag. Wagner führt uns zurück ins Jahr 2002, als er an einem Literaturaustausch in Bukarest teilnahm. In Form eines Tagebuchs nähert er sich der Stadt, ihren Bauwerken, ihren Menschen und ihren Hunden an. Das ist zur Gänze in einem lockeren Tagebuchstil gehalten und rauscht im Gegensatz zu Agopians Poem aus dem Jahr 1984 nicht allzusehr zwischen den Zeilen. Man könnte sagen, das es sich die Fassaden betrachtet und ein bisschen zulange hält es sich vielleicht auch mit der postmodernen Haltung des Autors vor dem weissen Blatt Druckerpapier auf, aber durch geschickte Herumnavigieren auf der Oberfläche und Eintauchen an den richtigen Stellen (Gellu Naums grüner Lodenmantel) folgt man ihm doch ganz gern durch die Stadt, in ihre McDonalds-Läden und die schriftstellerische Umgebung. Ein bisschen wird flaniert, ein bisschen erinnert es auch an quasi Eckard Henscheidsche Planlosigkeit (mich hat es konkret an „Dolce Madonna Bionda“ erinnert, aber nur um die Ecke gedacht..).
Ort:
Leseinsel Junge Verlage Halle 5, Stand G200

Tortenböden und Entführungen aus dem Serail
15. März 2018 | 13:00 – 14:00 Uhr
Gabriela Adameșteanu, Coșa Bogdan, Lavinia Braniște, Anke Pfeifer, Alex Sterescu, Bogdan-Al Stănescu
Einblicke in die jüngere und schon länger uns begleitende rumänische Literatur (Gabriela Adamesteanu war schon beim ersten rumänischen Gastauftritt in Leipzig 1998 dabei). Besonders Lavinia Braniste finde ich ganz interessant. «Null Komma Irgendwas» ist im Mikrotext-Verlag erschienen und taucht in die Gegenwart und den rumänischen Alltag jenseits irgendwelcher romantisierenden Naturexkurse ein (die Natur ist mir in der rumänischen Lyrik immer viel begegnet, wenn auch in sehr surrealer Form) Dieser besteht aus Büroarbeit, Leben ist im Kapitalismus überall die gleiche aufregende Tortur. Und auf einen neuen Roman von Mircea Cartarescu müssen wir leider noch ein bisschen warten, aber im rumänischen Original ist „Solenoid“ schon erschienen.
Ort:
Rumänisches Kulturministerium Halle 4, Stand E501

Briefe an Petar
15. März 2018 | 14:00 – 15:00 Uhr
Nikolaj Bojkov, Lavinia Braniște, Lejla Kalamujić
Thorsten Dönges
Gay Pride auf dem Balkan? Die eine oder der andere wird dabei an Priester und Diakone denken, die die LGBTQI Bevölkerung mit Weihwasser besprengen oder an üble Schlägereien. Vor den politischen Wendejahren war Homosexualität per Gesetz in den südosteuropäischen Ländern verboten und mit Freiheitsstrafen belegt. Heute ist die Gesetzgebung anders. Wie offen kann man in Südosteuropa tatsächlich mit Homosexualität umgehen und wie wird sie literarisch thematisiert? Der Bulgare Nikolaj Bojkov, die Bosnierin Lejla Kalamujić und die Rumänin Lavinia Braniste werden lesen und erzählen.
Ort:
Traduki-Südosteuropa-Forum Halle 4, Stand D507

Nach der Ewigkeit
15. März 2018 | 17:00 Uhr
Maxim Ossipow
Der Literat und Arzt Maxim Ossipow gibt einen tiefen Einblick in die russische Provinz, besonders seiner Heimatstadt Tarusssa. Vor kurzem ist ein Band mit Erzählungen erschienen.
naTo, Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275, Leipzig (Süd)

Komplizen
15. März 2018 | 17:00 – 17:30 Uhr
Ralph Hammerthaler
Jörg Sundermeier
Verbrecher Verlag
Im sibirischen Omsk klagt die Künstlerin Oksana dem Dostojewski-Denkmal ihr Leid, bis es antwortet. Der Schriftsteller Gregor begeht bei einer Preisverleihung im Münchner Literaturhaus Mikrofonraub, um seine Gedichte vorzutragen. Beim Besuch eines Berliner Casinos verfällt der Komponist Sirius der Automatenmusik. Und alle stehen auf einer Dachterrasse in Granada, denn nicht viel lässt sich gedankenlos so lange anstarren wie die Alhambra.
Ort:
Forum DIE UNABHÄNGIGEN Halle 5, Stand H309

Vom Körper – Feministische Perspektiven auf Text
Donnerstag, 15.03.2018 | Einlass: 18:00 Uhr, Beginn: 18:30 Uhr
Anke Stelling
Jovana Reisinger
In ihren Büchern „Fürsorge“ und „Still halten“ zeichnen die Autorinnen Anke Stelling und Jovana Reisinger Körper-Portraits ihrer Protagonistinnen. Zwischen Fitness, selbstauferlegten Optimierungsmaßnahmen, Krankheit und Genese. Kurze Lebensausschnitte der Protagonistinnen – zu einem Zeitpunkt, an dem die Gesellschaft sie nicht mehr gebrauchen kann – nutzen die Autorinnen als Spiegel möglicher Formen des zeitgenössischen Frau-Seins und erzählen von Einsamkeit, Selbstdisziplinierung, aber auch möglichen Grenzüberschreitungen.
Ort:
Conne Island | Coburger Str.3, 04277, Leipzig (Connewitz)

nichts, was uns passiert
Do., 15.03. | 19 Uhr | https://monaliesa.wordpress.com/
Bettina Wilpert
Verbrecher-Verlag
Leipzig. Sommer. Universität, Fußball-WM und Volksküche. Gute Freunde. Eine Geburtstagsfeier. Anna sagt, sie wurde vergewaltigt. Jonas sagt, es war einvernehmlicher Geschlechtsverkehr. Aussage steht gegen Aussage. Der Roman »nichts, was uns passiert« thematisiert, welchen Einfluss eine Vergewaltigung auf Opfer, Täter und das Umfeld hat und wie eine Gesellschaft mit sexueller Gewalt umgeht.
Ort:
Mona LiesA, Haus der Demokratie, Bernhard-Göring-Str., 04277 Leipzig 152

Bis die Sterne zittern
15. März 2018 | 20:00
Johannes Herwig
Wild, bunt, rebellisch – Johannes Herwig erzählt von den jugendlichen „Leipziger Meuten“ im Dritten Reich.
Ort: Paul-Gerhardt-Kirche Selneckerstraße 7, 04277, Leipzig (Süd)

MARTIN BÜSSER – 50. GEBURTSTAG IM FEBRUAR 2018
15. März 2018 | 20 Uhr Einlass 19 Uhr
Ventil Verlag
»Für immer in Pop, der Hamster im Rad« hat MARTIN BÜSSER mit seiner Band Pechsaftha selbstironisch über die Arbeit als Musikjournalist gesungen. »Music Is My Boy- friend« hieß entsprechend ein erster Sammelband mit Musiktexten des 2010 verstorbenen Ventil-Mitgründers und Poptheoretikers. »Für immer in Pop« liefert erneut einen Querschnitt seiner Texte über Musik: Interviews mit Nirvana oder Henry Rollins, Artikel über die Veränderungen von Subkulturen und den »Mainstream der Minderheiten«, aber auch ein Nachruf auf den Komponisten Iannis Xenakis stehen neben selbstkritischen Beschäftigungen mit der Zunft der Plattenkritiker und -Sammler. »Die Bedeutung von Nirvana ist nicht größer als die einer Jeans!« Martin war nie um eine provokante These verlegen, selbst wenn er mal danebenlag, aber gerade diese Tatsache macht seine Texte bis heute lesenswert.
Institut für Zukunft, An den Tierklinken 38–40, 04103 Leipzig

Lyrikbuchhandlung Donnerstagslesungen
15. März 2018 | 20:00
hochroth Verlag
Fünf Stunden neue Lyrik. Es lesen internationale Autoren deutschsprachiger Independent-Verlage. Mit Jan Koneffke (Verlag das Wunderhorn), Erich Engler (Edition Rugerup), Yevgeniy Breyger (gutleut Verlag)
Wolfgang Schiffer (Elif Verlag), Peter Neumann (edition AZUR), G. H. H. (hochroth Berlin), Johanna Schwedes (Reinecke & Voß), Hans Thill (Verlag das Wunderhorn), Stefan Wieczorek (Edition Korrespondenzen), Rick Reuther (hochroth München), Dirk-Uwe Hansen (gutleut Verlag), Sibylla Vričić Hausmann (Poetenladen), Elena Pallantza/Adrian Kasnitz (parasitenpresse), Crauss (Verlagshaus Berlin), Melanie Katz (hochroth Wiesenburg), Sjón (Edition Rugerup)
Ort:
Kunstraum D21 | Lyrikbuchhandlung Demmeringstr. 21, 04177, Leipzig (West)

Kein Platz mehr
15. März 2018 | 20:00
Margit Schreiner
Schöffling & Co.
Im Roman „Kein Platz mehr“ begegnen uns typische Romanfiguren aus Margit Schreiners Universum, also auch das Personal aus ihrem letzten Roman „Das menschliche Gleichgewicht“, der mir sehr gut gefallen hatte. „Kein Platz mehr“ setzt das leicht klaustrophobische Element aus dem „Gleichgewicht“, das auf einer dann immer enger werdenden kroatischen Insel spielt fort. Der neue Roman ist allerdings mehr episodisch und entlang alltäglichen Platzmangels geknüpft. Das kann man auf jeden Fall gut nachvollziehen, aber ein bisschen zu selbstbezüglich erscheint mir die Selbstbespiegelung der notorischen Schriftsteller- und Künstlerbekanntenkreise der Autorin dann doch auch wieder mithin.
Ort:
Hochschulbibliothek HTWK Leipzig Gustav-Freytag-Straße 40, 04277, Leipzig (Süd)

Sudička
15. März 2018 | 20:30
Dieter Kalka
salomo publishing
Dieter Kalka entführt uns in seinem gerade erschienenen Roman erstmal ins Damaskus der nicht ganz fernen Vergangenheit, die ja auch dank getreulichen Vermittlern wie Adel Karasholi uns in der DDR nicht ganz fern war. In Antiquariaten wie aus tausendeiner Nacht werden Geschichten aufgestöbert, die uns wiederum in unsere sächsisch-slawische (oder sorbische) Vergangenheit entführen. Sehr farbenfroh und mit gewissem Humor geschildert.
Ort:
Mädlervilla Hans-Driesch-Straße 2, 04179, Leipzig (West)

Hatten wir nicht mal Sex in den 80ern?
15. März 2018 | 20:30
Timo Blunck
Timo Blunck beschreibt sein Leben als Musiker von Palais Schaumburg und späteren musikalischen Projekten, allerdings nicht als Musikerautobiografie, sondern als lebensnahe Erfindung mit dem Charme eines Popsongs.
Ort:
Café Puschkin Karl-Liebknecht-Str. 74, 04275, Leipzig (Süd)

L3 Lange Leipziger Lesenacht
15. März 2018 | 21:00 | Abendkasse , 16,- Euro (erm. 14,- Euro) Vorverkauf: 12,- Euro
Wlada Kolosowa, Thorsten Nagelschmidt, Marco Tschirpke
Christoph Graebel
Die Nacht der neuen deutschsprachigen Literatur in der Moritzbastei mit Wlada Kolosowa, Thorsten Nagelschmidt (Nagel von Muff Potter) und Marco Tschirpke. Oh, wo ist eigentlich meine Generation auf dieser Buchmesse bei diesen Lesungen? Am ehesten vielleicht noch im Roman „Abfall der Herzen“ von Nagel aka Thorsten Nagelschmidt und der berichtet dazu noch von der Vergangenheit, so wie sie wirklich war. Nostalgia (for an age yet to come)…
Ort:
Moritzbastei, Veranstaltungstonne Universitätsstraße 9, 04109, Leipzig (Zentrum)

Peach
15. März 2018 | 21:00 Uhr
Emma Glass
Edition Nautilus
Ein Roman wie ein Rap – Emma Glass drückt das Unaussprechliche mit atemberaubender Klarheit aus.
Ort:
naTo, Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275, Leipzig (Süd)


Freitag, 16.3.2018

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nichts, was uns passiert
16. März 2018 | 12:00 – 12:30 Uhr
Bettina Wilpert
Jörg Sundermeier
Verbrecher Verlag
Eine Gartenparty, alle trinken zu viel. Auch Anna und Jonas. Da gibt es Lücken in Annas Erinnerung, schwarze Stellen, zwischen denen eine klare Erinnerung steht: Sie wurde vergewaltigt, von Jonas. Dass es einvernehmlich war, sagt Jonas. Sie seien betrunken gewesen. Anna habe es nicht mehr nach Hause geschafft. Sie habe es auch gewollt. Wie geht unsere Gesellschaft und das Rechtssystem mit sexueller Gewalt und Anschuldigungen sexueller Gewalt um? Ab wann spricht man von Vergewaltigung, von Opfer, von Täter? Wem schenkt man Gehör? Wir haben Bettina Wilpert interviewt. Soeben erschienen im Verbrecher-Verlag.
Ort:
Leseinsel Junge Verlage Halle 5, Stand G200

Über Grenzen. Vom Untergrund in die Favela
16. März 2018 | 13:30 – 14:00 Uhr
Lutz Taufer
Von der RAF in die Favela: Das Leben Lutz Taufers gleicht einer Suchbewegung, in der das Terrain der westdeutschen radikalen Linken vermessen wird. Rebellion gegen die verkrusteten Verhältnisse der Adenauerära in der badischen Provinz, 1968 in Freiburg, Basisgruppe Politische Psychologie in Mannheim, Sozialistisches Patientenkollektiv in Heidelberg, Mitglied des Kommandos Holger Meins der RAF, Besetzung der deutschen Botschaft in Stockholm, mitverantwortlich für die Erschießung von zwei Geiseln, 20 Jahre Haft, ein Dutzend Hungerstreiks bis an den Rand des Todes, nach der Freilassung ein Jahrzehnt Basisarbeit in den Favelas von Rio de Janeiro, heute im Vorstand des Weltfriedensdienstes.
Ort:
IG Autorinnen Autoren Halle 4, Stand E209

The Millionaires Club – Comic- und Grafikfestival
Freitag, 16.03.2018 | Einlass: 14:00 Uhr | siehe auch: themillionairesclub.tumblr.com
Das 6. Comic- und Grafikfestival „The Millionaires Club“ findet am 16. und 17. März im Conne Island statt. Es wird wie immer eine Messe geben, wo internationale KünstlerInnen und Kollektive Comics und Grafiken an ihren Ständen verkaufen. Margot Ferrick aus Chicago, Jul Gordon aus Hamburg und Stefanie Leinhos aus Leipzig werden ihre Arbeiten in einer Ausstellung zeigen und die künstlerische Vielfältigkeit des Mediums Comic ausloten. Und dann auch Live bei Radio Blau mit dem fantastischen James Turek, der eine beeindruckende Sammlung von QSL-Cards (Radioempfangsbestätigungen in grafischer Postkartenform zumeist) aus den USA mitgebracht hat. Und mit Kuba.
Darüber hinaus gibt es Lesungen, Workshops und eine Party.
Ein großes Fest auf dem Gelände das Conne Island.
Freitag 16.3. 14 bis 22 Uhr
Samstag 17.3. 11 bis 18 Uhr
Ort:
Conne Island | Coburger Str.3, 04277, Leipzig (Connewitz)

Alte Nazis? Neue Nazis? Einfach Nazis!
16. März 2018 | 16:00
Bernd Langer, Volkmar Wölk
AG Wort
Lesung zur Geschichte der Antifa. Im Anschluss Vortrag zu Akteuren und Strukturen identitärer/neuer Rechter
Ort:
Plaque Industriestraße 101, 04229, Leipzig (West)

Abend der litauischen Poesie
16. März 2018 | 18:00 Uhr
Eugenijus Ališanka
Lithuanian Culture Institute
mit dem litauischen Lyriker Eugenijus Ališanka
Ort:
naTo, Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275, Leipzig (Süd)

Neue Literatur aus Georgien
16. März 2018 | 19:00 Uhr
Mitwirkende:
Rati Amaglobeli , Lasha Bugadze , Zaza Burchuladze , Gogi Dzodzuashvili
Lasha Bugadze und Zaza Burchuladze stellen ihre Bücher vor, begleitet von einer poetisch-musikalischen Performance von Rati Amaglobeli und Gogi Dzodzuashvili.
Ort:
naTo, Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275, Leipzig (Süd)

J. J. Voskuil: Das Büro
16. März 2018 | 19:30
Gerd Busse, Wolfgang Schiffer
Ulrich Faure
Verbrecher Verlag, Sächsisches Psychiatriemuseum , Dutch Foundation for Literature
Voskuil schildert mit großer Detailfreude den Büroalltag – ein süchtig machendes Vergnügen!
Ort:
Sächsisches Psychiatriemuseum Mainzerstr. 7, 04109, Leipzig (Zentrum)

Lyrikbuchhandlung Freitagslesungen
16. März 2018 | 20:00
hochroth Verlag
Fünf Stunden neue Lyrik. Es lesen internationale Autoren deutschsprachiger Independent-Verlage. Mit Barbara Maria Kloos (Poetenladen), Anja Golob/Nikolai Vogel (hochroth München), Besik Kharanauli/Norbert Hummelt, Nato Ingorovka/Sabine Schiffner (Corvinus Presse), Konstantin Ames (Brüterich Press), Sabira Ståhlberg (hochroth Bielefeld), Katharina Schultens (kookbooks), Moritz Gause (edition AZUR), Christian Schloyer (Poetenladen), Mario Osterland (parasitenpresse), Martin Piekar (Verlagshaus Berlin), Marius Hulpe (Lyrikedition 2000), Alexander Gumz (kookbooks), Mikael Vogel (Verlagshaus Berlin), Udo Kawasser (Leipziger Literaturverlag), Matthias Müller-Lentrodt (Freigeist Verlag), Walter Fabian Schmid (Parasitenpresse)
Ort:
Kunstraum D21 | Lyrikbuchhandlung Demmeringstr. 21, 04177, Leipzig (West)

Ungemein klangvolle Lesung unbekannter Wortschönheiten
16. März 2018 | 20:00 Uhr
Frederic Böhle , Peter Graf
Ein Streifzug durch das Wörterbuch der Gebrüder Grimm
UT Connewitz, Wolfgang-Heinze-Str. 12a, 04277, Leipzig (Süd)

Jahre später
16. März 2018 | 20:30
Angelika Klüssendorf
Kiepenheuer & Witsch
Ein weiterer Roman über Klüssendorfs nicht ganz unautobiografische Protagonistin April. 2011 hatte Angelika Klüssendorf „Das Mädchen“ veröffentlicht, über eine Kindheit in schwierigen Verhältnissen in der DDR. Im Roman „April“ (2014) wurde die Romanfigur April dann erwachsen und ist nach Leipzig gezogen, wo sie zu einer eigenen künstlerischen Stimme findet und Texte im literarischen Untergrund der Messestadt heimlich rausbringt. Immer noch hat sie schwer zu schleppen an ihrer Vergangenheit, was zu regelmässigen seelischen Abstürzen führt. Und dem Leser die Romanfigur April so liebenswert erscheinen lässt. In „Jahre später“ ist April nun wohl endgültig erwachsen und zu Beginn immer noch in Berlin. DDR ist vorbei. Das neue Leben hält nicht, was es versprochen hat. Freiheit kann Frau sich nicht aufs Brot schmieren. April kommt, vielleicht auf der Suche nach seelischer Sicherheit mit dem wohlhabenden Chirurgen Ludwig zusammen, die beiden bekommen ein Kind. Doch die Ehe des Chirurgen und der freiberuflichen Schriftstellerin gerät bald in unsichere Fahrwasser. Und April spricht zuviel mit sich selbst und den Romanfiguren in ihrem Kopf. Schön zu lesen.
Ort:
Apothekenmuseum Thomaskirchhof 12, 04109, Leipzig (Zentrum)

Die Welt betrachtet durch den Vers
16. März 2018 | 20:30 Uhr
Die Welt betrachtet durch den Vers. Ein rumänisch-deutscher Abend der Poesie mit 12 Lyriker/innen begleitet von Sașa-Liviu Stoianovici und der Band „Balkan Taksim“
Ort:
Galerie KUB, Kantstr. 18, 04275, Leipzig (Süd)

Behind The Wall
16. März 2018 | 21:00
Sascha Lange
Ventil Verlag
Depeche Mode-Fankultur in der DDR
Ort:
Horns Erben Arndtstraße 33, 04275, Leipzig (Süd)

Deutsch-Israelische Autorennacht
16. März 2018 | 21:00
Assaf Gavron, Dror Mishani, Eshkol Nevo. Assaf Gavron hat mehrere Romane sowie Erzählungen veröffentlicht und ist in Israel ein Bestsellerautor. Er schreibt Songs für die Indiepunk-Band Hape Ve Hatlafajim, in der er auch singt. Gavron hat 2007 an der Entwicklung des Video-Spiels PeaceMaker mitgewirkt, das den Nahostkonflikt thematisiert und dessen spielerisches Ziel die Zwei-Staaten-Lösung ist. Gavron hat u. a. Jonathan Safran Foer, Philip Roth und J.D. Salinger ins Hebräische übersetzt. Dror Mishani wiederum ist im Kriminalroman beheimatet, im literarisch durchdrungenen.
Studierende des deutschen Literaturinstituts Leipzig diskutieren mit Autoren aus Israel.
Ort:
Schaubühne Lindenfels, Grüner Salon Karl-Heine-Str. 50, 04229, Leipzig (West)

Isabel Fargo Cole „Die grüne Grenze“ (Nautilus) | Milena Michiko Flašar „Herr Katō spielt Familie“ (Wagenbach) | Wei Zhang „Eine Mango für Mao“ (Salis)
16. März 2018 | 21:30 | Abendkasse , 7,- Euro (erm. 5,- Euro)
Isabel Fargo Cole, Milena Michiko Flašar, Wei Zhang
Jan Kuhlbrodt
UV – die Lesung der unabhängigen Verlage e.V., Salis Verlag, Leipziger Buchmesse, Westflügel , Verlag Klaus Wagenbach , Edition Nautilus
Isabel Fargo Cole „Die grüne Grenze“ (Nautilus) | Milena Michiko Flašar „Herr Katō spielt Familie“ (Wagenbach) | Wei Zhang „Eine Mango für Mao“ (Salis)
Isabel Fargo Cole ist eine der Anwärterinnen auf den diesjährigen Leipziger Buchpreis ist Isabel Fargo Cole mit dem Roman „die grüne Grenze“. Ziemlich dickes Ding, 500 Seiten. Das war das erste, durch das ich mich in diesem Frühling durchgelesen habe. Es ist im Harz angesiedelt, vor allem in den 1970er und 1980er Jahren und schildert die Beziehung zwischen Thomas und Editha, er Schriftsteller, sie bildende Künstlerin… um mehr Ruhe für die Kunst zu haben, aber auch um ihr gemeinsames Kind Eli dort grosszuziehn ziehen sie in die Provinz, genauer gesagt an den Rand von Elend im Harz… Das war auch der Grund wieso mich das interessiert hat…Isabel Fargo Cole ist eigentlich eine amerikanische Übersetzerin und da auch auf DDR-Literatur (Wolfgang Hilbig, Franz Fühmann) spezialisiert. Dies liest man auch heraus, in seiner Vielstimmigkeit gemahnt es mal an Irmtraud Morgner, dann denkt man wieder an einen typisch Ernst Blochschen Tonfall und plötzlich ist man in einem Gedicht von Wolfgang Hilbig. Sozusagen ein Montageroman aus Tonfällen der Vergangenheit, der sich nicht nur mit geographischen Grenzen, sondern auch mit Begrenzungen in den allerpersönlichsten menschlichen Beziehungen auseinandersetzt. In der Beziehung des Kindes zu den Eltern. Alle menschlichen Beziehungen erscheinen da brüchig und „begrenzt“.
Ort:
Lindenfels Westflügel, Saal Hähnelstraße 27, 04177, Leipzig (West)

Utopie – Dystopie
16. März 2018 | 21:30 | Abendkasse , 7,- Euro (erm. 5,- Euro)
Sebastian Guhr, Thekla Kraußeneck, Matthias Senkel
Christine Koschmieder
Sebastian Guhr „Die Verbesserung unserer Träume“ (luftschacht) | Thekla Kraußeneck „Cronos Cube“ (LiesMich Verlag) | Matthias Senkel „Dunkle Zahlen“ (Matthes und Seitz Berlin)
Ort:
Lindenfels Westflügel, Café Hähnelstr. 27, 04177, Leipzig (West)


Sonnabend, 17.3.2018

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Hat Kultur noch einen Sinn?
17. März 2018 | 15:00 – 16:00 Uhr
Georg Aescht, Mircea Cărtărescu, Navid Kermani
Ernest Wichner
Mircea Cărtărescu im Gespräch mit Navid Kermani
Ort:
Forum OstSüdOst Halle 4, Stand D401

An der Peripherie. Das Leben als Minderheit
17. März 2018 | 18:00 Uhr
Attila Bartis , Edina Mókus Szirtes , Örs Székely , Zsolna Ugron , Vince Varga , Nina West
Balassi Institut-Collegium Hungaricum Berlin
Die Besonderheiten ungarischsprachiger Literatur aus Siebenbürgen, einer Region, die für die ungarische, rumänische und deutsche Kultur gleichermaßen einen mythischen Ort und außergewöhnlichen Raum des multiethischen Zusammenlebens darstellt.
Ort:
naTo, Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275, Leipzig (Süd)

Marx und Engels
17. März 2018 | 20:00
Dietmar Dath
Jürgen Herres

Dietmar Dath: Karl Marx. 100 Seiten, Reclam Verlag
Jürgen Herres: Marx und Engels. Porträt einer intellektuellen Freundschaft, Reclam Verlag
Im Januar 2009 wurde Dietmar Dath vom Spiegel gefragt, ob er für die „Beseitigung des kapitalistischen Systems“ sei. Seine Antwort: „Absolut.“ Mit diesem Beitrag zu Marx’ 200. Geburtstag hat Dath nicht nur ein äußerst persönliches Buch über Marx geschrieben, sondern eines, das in seiner Klarheit und Dynamik gleichzeitig eine brillante Einführung in die Marx’sche Lehre und deren Nachwirkung bietet. So zeigt er unter anderem, dass Marx das zu Bekämpfende immer zuerst einmal verstehen will und sich stets an der Praxis orientiert – zwei der vielen Gründe für seine anhaltende Aktualität.
Dietmar Dath, geb. 1970, ist Autor von Romanen, Comics und Theaterstücken und arbeitet als Journalist und Übersetzer.
Ort:
Ariowitsch-Haus, Zentrum Jüdischer Kultur, Hinrichsenstr. 14, 04105, Leipzig (Nord)

Balkannacht im UT Connewitz
17. März 2018 | 20:00 Uhr
Lavinia Braniște , Lidija Dimkovska , Anja Golob , Enes Halilović , Gazmend Kapllani , Ronnie R. Vogt , Velibor Čolić , Igor Štiks
Es gibt was zu entdecken. Aus dem Leben europäischer Minderheiten
Ort:
UT Connewitz, Wolfgang-Heinze-Str. 12a, 04277, Leipzig (Süd)

Unbeugsam + Unbequem – Debatten über Strategien gegen die extreme Rechte
17. März 2018 | 20:00
Hanna Lichtenberger
Unrast Verlag, Haus der Demokratie Leipzig e.V.
Über die vielfältigen Praxen gegen Hass, Abwertung und Hetze von Rechts
Ort:
Haus der Demokratie Bernhard-Göring-Str. 152, 04277, Leipzig (Süd)

Keine Alternative in Ostdeutschland?
17. März 2018 | 20:00
Mitwirkende:
René Arnsburg, Steve Hollasky, Juliane Nagel, Manja Präkels, Sophie Sumburane
Veranstalter:
Art der Veranstaltung:
Diskussion
Beschreibung:
AfD, Pegida + Co. Was sind die Gründe für das Erstarken der Rechten und welche Alternativen gibt es?
Ort:
Cammerspiele Leipzig Kochstraße 132, 04277, Leipzig (Süd)

Die Tankstelle von Courcelles
17. März 2018 | 21:00
Matthias Wittekindt
Edition Nautilus
Lou jobbt an der Tankstelle. Dann wird sie Zeugin eines Verbrechens – oder ist sie auch schuldig?
Ort:
Central Kabarett, Krimikeller Markt 9, 04109 , Leipzig (Zentrum)

Warschauer Punk Pakt
17. März 2018 | 22:00
Rainer Mende, Aneta Panek, Alexander Pehlemann, Agata Pryzik
Soziokulturelles Zentrum die naTo e.V.
Punk im Ostblock 1977 -1989
Ort:
naTo Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275, Leipzig (Süd)


Sonntag, 18.3.2018

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Our Piece of Punk – Ein queer_feministischer Blick auf den Kuchen
Sonntag, 18.03.2018 | Einlass: 15:00 Uhr, Beginn: 15:30 Uhr
Barbara Lüdde, Judit Vetter (Herausgeber*innen)
Ventil-Verlag
Fünfundzwanzig Jahre nach dem Manifest der wütenden Riot Grrrls ist es Zeit für eine Bestandsaufnahme der Gegenwart: Wie ging es nach 1991 weiter? Sind die Forderungen der Riot Grrrls eingelöst worden? »Our Piece of Punk. Ein queer_feministischer Blick auf den Kuchen« enthält Zeichnungen, Comics, Textbeiträge, Diskussionen und Liebeserklärungen über die Möglichkeiten und Grenzen von Queer_Feminismus im Punk. Die vierzig beteiligten Musiker*innen, Konzertgänger*innen, Festivalorganisator*innen, Punk*etten, Comiczeichner*innen oder Tontechniker*innen haben Punk & DIY als gemein­samen Nenner. Das Buch ist gefüllt mit ihren Sichtweisen. Manche decken sich, manche nicht: Unterschiedlich und trotzdem ähnlich stehen sie alle für die Vielfalt von Punk in der Gegenwart. Gedruckt auf wechselnd farbigem Papier mit beiliegenden Selbstklebetattoos.
Ort:
Conne Island | Coburger Str.3, 04277, Leipzig (Connewitz)

Die Lange Nacht der Lesebühnen
18. März 2018 | 20:00 Uhr
Ahne , Julius Fischer , Svenja Gräfen , Volker Surmann
Voland & Quist , livelyriX e.V.
Mit Ahne, Julius Fischer, Svenja Gräfen & Volker Surmann
Ort:
UT Connewitz, Wolfgang-Heinze-Str. 12a, 04277, Leipzig (Süd)

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